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Kavernenbau

Zur Herstellung einer Salzkaverne werden Bohrungen in die Salzformation abgeteuft. Die Soltechnik macht dann aus einem Bohrloch eine Salzkaverne. Dazu werden in das verrohrte Bohrloch konzentrische Solstränge eingebaut. Durch einen der beiden Stränge wird Wasser injiziert. Dieses löst das Salz auf und wird durch den zweiten Solstrang als Sole zu Tage gefördert. Der obere Bereich der Kaverne, das sogenannte Kavernendach, wird dabei durch ein Blanket-Medium (meist Stickstoff oder Rohöl) vor einer weiteren Aussolung geschützt.

Während der gesamten Solzeit von etwa zweieinhalb bis vier Jahren kann die Kavernenform nur durch wenige Parameter beeinflusst werden, wie:

•          Solrate, d. h. Menge des injizierten Wassers

•         direktes oder indirektes Solverfahren

- Injektion des Wassers durch den inneren oder äußeren Solstrang

•          Absetzteufen der Solstränge

•          Teufe des Blanketspiegels

•          Dauer der Solintervalle

Durch das Variieren dieser Parameter steuert man die Kavernenform für die optimale technische und wirtschaftliche Nutzung. Auch sicherheitsrelevante gebirgsmechanische Aspekte und geologische Voraussetzungen werden berücksichtigt. Dabei hilft ein 3D-Simulationsprogramm, das die verschiedenen Phasen der Kavernensolung plastisch darstellt.

Das Solen von Kavernen muss also gut geplant und laufend überwacht werden. Auf dem Kavernenplatz, wo das Solkonzept umgesetzt wird, steuert die örtliche Überwachung alle notwendigen Aktivitäten. Wie sich Form und Volumen der Kaverne/n entwickeln, kontrolliert man durch ständige Solanalytik und Sonarvermessungen. Die Solverfahren sind in der nachfolgenden Abbildung schematisch dargestellt.


Kavernensolung

Kavernensolung

Kavernenim Untergrund

Lage von Kavernen im Untergrund

(Text und Abbildungen mit freundlicher Genehmigung von DEEP.KBB)